Verein für Obstbau, Garten und Landschaft Linsenhofen e.V.
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Blütenrundgang - 16.04.2014

 

Wenn der Frost für die Bäume nicht mehr spannend ist, dann bleibt es durch den Frostspanner trotzdem nicht langweilig auf der Streuobstwiese. 25 Obstbaugespannte Linsenhöfer trafen sich am zum gemeinsamen Blüten- und Vegetationsrundgang mit Fachreferent Martin Weber.

Studien zufolge kündigte sich bereits im Herbst 2013 eine sehr starke Frostspannerpopulation für den Frühling 2014 an. An den Untersuchten Leimringen waren ungewöhnlich viele weibliche Tiere des Frostspanners anzutreffen. Der Meteorologisch frühe Start in die Saision 2014 und die milden Temperaturen, begünstigten zudem das sich die kleinen Raupen optimal Entwickeln und sich mit knurrendem Magen auf die frisch ausgetriebenen Blätter schlagen konnten. Immer wieder kommen diese Massenpopulationen der Frostspanner vor, die sich aber, Natur sei Dank, durch ihre natürlichen Gegenspieler selbst wieder regulieren. Vorrangiger Nützling ist hier die Schlupfwespe, aber auch unsere heimischen Vögel freuen sich über einen reich gedeckten Tisch.

Die betroffenen Bäume hingegen können verheerend aussehen. Bis zum Kahlfraß kann die Gier der kleinen Raupen reichen. Dabei macht der Frostspanner vor keinem Grün halt. Egal ob „Waldbaum“ oder „Obstbaum“ ihm schmeckt alles. Gesunde Bäume können das wegstecken und durch den Johannistrieb rund um den 24. Juni (Namenstag des Heiligen Johannes und Ende der Spargelzeit) wieder ausgleichen. Der Schaden bleibt dennoch bestehen. Durch die fehlende Blattmasse hat der Baum nicht genug „Fläche“ um durch die Photosynthese Energie für seine Früchte umzuwandeln.

Das Apfeljahr 2014 steht nach dem Alternanzjahr 2013 gut in den Startlöchern und die ersten Eindrücke nach der Blüte deuten auf ein sehr ertragreiches Jahr hin, dem auch der Frostspanner, hoffentlich, nichts mehr anhaben kann.

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