Verein für Obstbau, Garten und Landschaft Linsenhofen e.V.
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Wühlmaus- Fangkurs - 13.04.2013

 

Schnapp und die Maus war tot!! Dieser Spruch fiel beim Wühlmaus- Fangkurs des Vereins für Obstbau, Garten und Landschaft Linsenhofen e.V. am vergangenen Samstag leider nicht.

Doch mit der langjährigen Erfahrung des eingeladenen Referenten Karl Kocher aus Frickenhausen, konnte jeder der 35 Teilnehmer seine Fangmethoden verbessern, bzw neu erfinden.

Wühlmäuse sind vielen Besitzern von Gärten und Streuobstwiesen ein großer Dorn im Auge. Auf ihrem Weg der Nahrungssuche untertunneln sie Grenzenlos die Grasnarbe. Immer der Nase nach finden sie die zartesten Wurzeln von jungen Bäumen, frische Karotten oder aber auch den gerade gepflanzten Salat. Dabei schieben sie den „Aushub“, entgegen des Maulwurf. seitlich aus den Gängen, so dass ein kleiner länglicher „Haufen“ entsteht der neben dem Gang aus der Grasnarbe wächst.  

Möchte man sich nun seine Pflanzen vor den hungrigen Wühlern bewahren, gibt es neben dem Einsatz von Gift, welches nicht jedermanns Sache ist, die Möglichkeit die Tiere zu fangen. Dabei werden Schnappfallen in die Gänge eingebracht, die die Tiere in der Dunkelheit nicht sehen. Gelockt durch, z.B. den frischen Duft einer Karotte, lösen sie beim knabbern den Schnappmechanismus. Schnapp und die Maus ist Tot!! Oder aber lebendig gefangen, bei der Variante der Käfigfallen.

In der Theorie hört sich alles ganz einfach an. Die Praxis sieht wie so oft anders aus, das zeigt die Population auf vielen Grundstücken. Gefällt es den Tieren und finden sie genügend Nahrung sind die Tunnelsysteme sehr ausgiebig. Den richtigen Gang zu finden, die  Wühler mit einem Lockmittel an der Nase herumführen und sich selber nicht an der Nase herumführen zu lassen das ist die Kunst des „Mausens“, wie Umgangssprachlich die Tätigkeit auch genannt wird.

Die Tiere lassen sich nicht alles gefallen. Bemerken sie, dass ihr Hauptverkehrssystem beschädigt ist reparieren sie es so schnell wie möglich. Natürliche Feinde wie der Fuchs oder die Greifvögel könnten die Bewegungen im Erdreich ausspähen und mit einem Schnapp ist auch dann die Maus Tot!!

Für uns sind die Reparaturmaßnahmen insofern relevant, dass wir unsere Fangsysteme darauf ausrichten müssen. Die Maus kann somit über ein Licht am Ende des Tunnels in die Falle gelockt werden. Bei dem Versuch das Loch zu stopfen löst sie den Auslöser und Schnapp… sitzt sie unweigerlich in unserer Falle. Denn die ist vor dem Licht am Ende des Tunnels eingearbeitet! (Bayrische Drahtfalle).

Bei allen Fallen die mit einem Köder arbeiten muss darauf geachtet werden, dass die Falle lichtdicht eingearbeitet wird (Neudorff Sugan Wühlmaus Falle). Da die Tiere sonst die Falle, in der Meinung es wäre ein Loch, mit Erde zuschieben und den Auslösemechanismus nicht auslösen.

Doch bei allen Methoden sollte darauf geachtet werden, dass Tunnelsystem nicht zu sehr zu beschädigen. Auch das können die Tiere bemerken und sie meiden oder verschieben das Gebiet komplett mit Erde.

Als kleine Hilfe gegen die Wühlmauspopulation, können über Markus Trost bzw. Volker Begander, 1. Vorsitzender des Obst und Gartenbauverein Frickenhausen, vergünstigt Wühlmausfallen bestellt werden. Einfach bei den jeweiligen Personen melden oder über unsere Homepage

www.vogl-linsenhofen.de Kontakt aufnehmen.

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