Verein für Obstbau, Garten und Landschaft Linsenhofen e.V.
Verein für Obstbau, Garten und Landschaft Linsenhofen e.V.

Süße Versuchungen im Neuffener Tal - 20.11.2016

Der Verein für Obstbau, Garten und Landschaft Linsenhofen e.V. ist bekannt dafür sein Vereinsleben mit einem breit gefächerten Spektrum an Aktivitäten zu bedienen. So konnte mit Jutta Eberspächer nicht nur ein neues  Mitglied im Ausschuss gewonnen werden, sondern auch eine leidenschaftliche Gestalterin von süßen Versuchungen in Form der Pralines.

In einem kleinen Kurs zum selbst -probieren und -kreieren gab sie einen Einblick in die Welt der Verfeinerung von Blockkuvertüre. Denn nichts anderes ist der Ausgangsstoff einer jeden Praline, die einen Schokoladenanteil von 25% aufweisen muss, sonst ist sie des Namens nichts Wert und gilt als einfacher Konfekt. Eine gute Praline machen nun selbstverständlich mehrere Teile aus als nur geschmolzene und in eine neue Form gebrachte Blockkuvertüre. Zunächst kommt es nämlich auf die gute, besondere Kuvertüre mit zartem Schmelz an, die auch nicht einfach nur geschmolzen werden kann. Jede Kuvertüre hat eine bestimmte Temperatur bei der sie schmilzt und dann verarbeitet wird. Die Temperatur ist abhängig vom Fettgehalt und pendelt von 50°C bei dunkler, kakaohaltiger Kuvertüre bis nur noch 40°C bei fetthaltiger weißer Kuvertüre. Werden Kuvertüren zu heiß, treten Veränderungen in Form von weißen Schlieren oder Auskristallisierungen auf.

Die einfachste Form eine Praline zu gestalten liegt in der Umhüllung von Früchten, Nüssen, Marzipan, Nougat…. mit Kuvertüre. Dabei werden die getrockneten Früchte, kandierten Nüsse oder Marzipankugeln einfach in Kuvertüre getaucht und hübsch verziert. Eine etwas kniffligere Möglichkeit Pralinen in Form zu bringen ist das Füllen von Formen oder gar die Produktion von Hohlkörpern, die dann mit einer anderen Füllung, der Ganache, gefüllt und verschlossen werden. Dabei ist der Kreativität nun gar keine Grenze gestellt. Denn so gut wie alles, was schmeckt und in die Formen passt, kann verarbeitet werden. Inzwischen wartet auch der Fachhandel mit einem reichen Angebot von vorbereiteten Hohlkörpern auf die Pralinenbegeisterung, was die Sache zum Teil vereinfacht. Die wahren Profis legen wohl ein Lächeln auf und verfeinern ihre Hohlkörperproduktion mit eigenen Kuvertüremischungen, um sich zu spezialisieren.

Und dann, nach der kniffligen Fingerfertigkeit und Konzentrationsübung im Umgang mit Pralinengabel und weicher Kuvertüre, liegt da ein Augenschmaus voll kleiner bunter Kugeln, Quadern oder lustiger unförmiger, zart schmelzender und im Mund explodierender Pralines in der Schale, die nur eines wollen! Vernascht werden! 

Ein herzliches Dankeschön an Jutta Eberspächer, die für viele einen neuen Horizont öffnete und vielleicht einige Genüsse für die kommende Vorweihnachtszeit beschert.

 

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